13. September 2018

AKA Investors' Meeting 2018

Die AKA unterstützt nicht nur mit effizienten Lösungen ihre Partnerbanken, sondern bietet sich auch als Dialogplattform für die Akteure des Export und Trade Business in Deutschland und Europa an.

Das Schlagwort Handelskrieg beherrscht seit Monaten die Schlagzeilen. Rüttelt US-Präsident Trump tatsächlich an den Grundfesten der liberalen Ordnung? Welche Konsequenzen hat der globale Konflikt auf die Weltwirtschaft, das Währungssystem und die politischen Beziehungen? Wir machen diese turbulenten Zeiten zum Thema unseres diesjährigen AKA Investors‘ Meetings:

"Bridge over troubled water"
Konjunktur, Währungen und Finanzmärkte im geopolitischen Spannungsfeld


Werfen Sie mit uns im Herbst einen Blick auf die AKA-Halbjahreszahlen und den Geschäftsausblick und seien Sie dabei, wenn unsere Expertenrunde über das hochaktuelle Schwerpunktthema diskutiert. Hier bei "AKA im Dialog" erfahren Sie in Kürze weitere Details zur Veranstaltung.

Unsere Referenten

Keynote-Speaker John Kornblum, ehemaliger US-Botschafter in Deutschland, Senior Counselor bei Noerr LPP

"Wir befinden uns mitten in einer revolutionären Umwälzung von Staat, Politik und Wirtschaft. Die Regeln und Institutionen, die für Ruhe und Ordnung über die letzten sieben Jahrzehnte gesorgt haben, sind sehr unter Druck. Herkömmliche Führungsstrukturen werden durch Netzwerkverhalten ersetzt werden. Die Macht wird Nationen zuwachsen, die am besten den Handlungsspielraum innerhalb der globalen Lieferketten ausnutzen. Die nüchternen Wahrheiten der Datengurus werden viele großen Visionen in sich zusammenfallen lassen und viele traditionelle Volkswirtschaften zerstören. Diese Entwicklung ist nicht aufzuhalten."

 

Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt DekaBank

"Der Welthandel ist tot. Es lebe der Welthandel!"

 

Stefan Bielmeier, Chefvolkswirt DZ Bank AG

"Der freie Handel und die damit verbundene Globalisierung sind das Rückgrat der stabilen wirtschaftlichen Entwicklung. Die nun von den USA initiierten Handelsbeschränkungen werden bei einem dauerhaften Einsatz Wachstum und Wohlstand kosten. Exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland können hierbei überproportional betroffen sein. Die ungünstigen sozialen Folgen einer solchen Entwicklung dürften spürbar ausgeprägter sein, als die sozialen Probleme, die die Globalisierung mit sich gebracht hat."

 

Ulrich Leuchtmann, Head of FX & EM Research, Commerzbank AG

"Die Trump-Administration lässt es weiter auf einen Handelskrieg ankommen. Anstatt den von Strafzöllen betroffenen Unternehmen Unterstützung anzubieten, hatte Präsident Trump US-Firmen, die im Zuge des Handelsstreits eine Verlagerung ihrer Produktion ins Ausland planen, eher weitere Strafmaßnahmen angedroht. Vor diesem Hintergrund drohen also weitaus größere Verzerrungen und Umverteilungen in der US-Wirtschaft, die natürlich auch Anpassungskosten mit sich bringen. Die Implikationen des Handelskriegs für den US-Dollar bleiben damit schwierig zu ermessen. Denn ein schwächeres Wachstum würde für eine vorsichtigere Vorgehensweise der US-Notenbank sprechen und damit einen schwächeren Dollar, während der inflationäre Effekt der Importzölle eher höhere Zinsen und eine stärkere US-Währung nach sich ziehen sollte."